Unser herausfordernder Alltag hinterlässt oft seine Spuren in Form von Muskelverspannungen und anderen Beeinträchtigungen der Körperbalance. Die Moorpackung entfaltet als Naturprodukt eine die Durchblutung fördernde und schmerzstillende Wirkung. Bei der Moorpackung handelt es sich um eine Naturmooranwendung, bei der Torf vermischt mit Wasser bzw. Heilwasser in eine Kunststoffhülle gefüllt wird und die oft mit Wärme kombiniert wird. Torf entsteht in Mooren durch den Abbau biologischen Materials und enthält viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe.
Die wertvollen Moorbestandteile werden seit Jahrhunderten genutzt: Oft wird zwischen den Begriffen Moor- und Fangopackung nicht unterschieden. Fango ist jedoch, anders als das Moor, keine richtige Erde, sondern eine Mischung aus mineralischem Gesteinsmehl und Wasser. Das Moor wird als lebendiges System durch den Abbau von hunderten verschiedener Pflanzen gebildet. Von Moor spricht man in der Geologie, wenn die Torfschicht aus abgebautem biologischem Material mindestens dreißig Zentimeter beträgt. Das Moor enthält organische Substanzen wie z.B. Stickstoffverbindungen, Harze und Huminsäuren. Bei den Huminsäuren handelt es sich um eine Gruppe von Säuren, alles hochmolekulare Verbindungen, die aus den Abbauprodukten der Lebewesen im Boden entstehen. Außerdem enthält das Moor anorganische Stoffe wie Kieselsäure, Eisenoxyd sowie zahlreiche Spurenelemente, wie z.B. Bor und Jod.

Die wohltuende, heilungsfördernde Wirkung der Moorpackung
Diese besonderen Bestandteile machen die Moorpackungen zu einer wichtigen Ergänzung der Physiotherapie. Die auf ca. 48 Grad Celsius erwärmte Moorpackung führt zu einer Entspannung von Muskeln und Gewebe und ist dadurch eine ideale Vorstufe zur Massage. Schmerzhafte Verhärtungen und Verspannung im Nacken- und Schulterbereich sowie im Bindegewebe werden gelockert und die Durchblutung gefördert. Da Moorpackungen den Stoffwechsel anregen, tragen sie zur Entgiftung des Körpers bei und regenerieren aufgrund ihres niedrigen pH-Wertes das Säuregleichgewicht der Haut. Nicht geeignet sind Moorpackungen für das Gesicht und bei entzündlichen Muskel- und Gelenkerkrankungen sowie bei Infekten, die von Fieber begleitet werden. Die Moorpackung, deren Inhaltsstoffe leicht von der Haut resorbiert werden, verbleibt ca. 30-60 Minuten auf den betroffenen Körperstellen, in Abhängigkeit vom Umfang der Packung und der individuellen Kreislaufstabilität.

Moorpackungen zur reinen Entspannung – auch ohne medizinische Indikation
Im Rahmen des Sommer- und Winterurlaubs können die Moorpackungen als pure Entspannungspackungen zum Wohlgefühl beitragen. Darauf sollte man achten, dass die Moorpackung 100 Prozent reines Naturmoor ohne Zusätze enthält und die wertvollen Huminsäuren im Herstellungsverfahren erhalten geblieben sind. Außerdem sollte die Hülle umweltgerecht entsorgt werden können. Nach der Anwendung der Moorpackungen ist ein Abduschen der Haut mit warmen Wasser und eine anschließende Phase des Ausruhens zu empfehlen. Nach dem Skifahren führen wärmende Moorpackungen, die der Übersäuerung der Muskeln entgegenwirken, zu einer herrlichen Entspannung und Erholung des Körpers.